Pjöngjang kritisiert neues US-Handelsabkommen, Seoul bestreitet feindselige Absichten

    Foto: YONHAP Nachrichtensprecher: Nordkorea hat ein gemeinsames Faktenblatt, das Washington und Seoul am Freitag veröffentlicht haben, angeprangert, das die Einzelheiten des jüngsten Handelsabkommens der beiden Verbündeten darlegt und ein gemeinsames Engagement für die Denuklearisierung hervorhebt. Das Präsidialamt reagierte später am selben Tag diplomatisch und versprach, die Stabilität aufrechtzuerhalten und die Spannungen zwischen den beiden Koreas abzubauen. Monica Chin berichtet. Bericht: Vier Tage nachdem Seoul und Washington ein gemeinsames Faktenblatt mit detaillierten Angaben zu den Ergebnissen ihres jüngsten Gyeongju-Gipfels herausgegeben hatten, verurteilte Pjöngjangs staatliche Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur den Schritt der Verbündeten und bezeichnete ihn als Ausdruck des „wahren Gesichtes“ der beiden Regierungen und ohne Kenntnis der Bedürfnisse Nordkoreas. In Pjöngjangs erster öffentlicher Reaktion auf die Angelegenheit erklärte die staatliche Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung, dass die Veröffentlichung die Spannungen in der Region eskaliert habe. Der Norden verurteilte auch Washingtons Entscheidung, Seoul den Bau eines Atom-U-Bootes zu gestatten, und sagte, die Vereinigten Staaten hätten die Gefahren der nuklearen Verbreitung ignoriert und riskiert, ein nukleares Wettrüsten anzuheizen. Das Regime versprach, „gerechtfertigte“ Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um seine Sicherheitsinteressen gegen die beiden konfrontativen Staaten zu verteidigen. In dem am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Faktenblatt bestätigten die beiden Verbündeten Washingtons Unterstützung für Seouls Plan, atomgetriebene Angriffs-U-Boote zu bauen, und bekräftigten ihr gemeinsames Engagement für die Denuklearisierung Nordkoreas. In einer maßvollen Reaktion auf Pjöngjangs Erklärung erklärte das Präsidialamt von Seoul am selben Tag, dass es daran arbeiten werde, die Spannungen abzubauen und das gegenseitige Vertrauen zwischen den beiden Koreas wiederherzustellen. Sprecher Kang Yu-jung wies die Vorwürfe der KCNA zurück, dass Südkoreas derzeitige Regierung irgendeine Feindseligkeit gegenüber dem Norden hege. Kang sagte, die Vereinbarung zwischen Seoul und Washington sei im Interesse der nationalen Sicherheit getroffen worden und zielte darauf ab, dem Frieden und der Stabilität in der Region zu dienen. Monica Chin, KBS World Radio News.

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