
[SS from essay by James F. Jeffrey, Philip Solondz Distinguished Fellow at the Washington Institute for Near East Policy. He served as a Foreign Service Officer in seven U.S. administrations. From 2018 to 2020, he was Special Representative for Syria Engagement and Special Envoy to the Global Coalition to Defeat ISIS; and Elizabeth Dent, Nathan and Esther K. Wagner Senior Fellow at the Washington Institute for Near East Policy. She previously served as Director for the Gulf and Arabian Peninsula in the Office of the Secretary of Defense.]
Am 9. September schockierte Israel die Welt, indem es eine Villa in einem Wohnviertel von Doha bombardierte und versuchte, hochrangige Hamas-Funktionäre zu töten. Es war das zweite Mal, dass Katar in diesem Jahr getroffen wurde. (Im Juni feuerte der Iran als Vergeltung für amerikanisch-israelische Angriffe auf den Iran Raketen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt im Emirat ab.) Als wichtiger Verbündeter der USA und wichtiger Konfliktvermittler galt Katar allgemein als tabu für die Kriegführenden in der Region. Darüber hinaus hat Katar im Rahmen seiner Vermittlerrolle jahrelang Hamas-Führer mit stillschweigender amerikanischer und israelischer Zustimmung beherbergt. Die angegriffenen Beamten verhandelten tatsächlich über katarische Kanäle über ein mögliches Geiselnahme- und Waffenstillstandsabkommen für Gaza. Hätten die Angriffe zu mehr Opfern oder Schäden in Katar geführt, hätte dies möglicherweise die gesamte Region destabilisiert, den Krieg auf den Golf ausgeweitet und wahrscheinlich alle kurzfristigen Aussichten auf einen Waffenstillstand zunichte gemacht.
Israels Angriff geht weiter Katar war nicht erfolgreich, und dies ist nicht geschehen. Aber der Angriff hat unbeabsichtigt etwas ebenso Folgenreiches bewirkt: Er öffnete die Tür zu einer der möglicherweise wichtigsten Veränderungen in der US-Nahostpolitik seit Jahrzehnten. US-Präsident Donald Trump war nicht nur so verärgert, dass er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu unter Druck setzte, einem Waffenstillstand in Gaza zuzustimmen. Er unternahm außerdem den beispiellosen Schritt, eine Durchführungsverordnung zu erlassen, um Washingtons Engagement gegenüber seinem Verbündeten am Golf zu bekräftigen, und erklärte, dass ein bewaffneter Angriff gegen Katar als „eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Vereinigten Staaten“ angesehen werde. Diese uneingeschränkte Zusicherung der US-Unterstützung dürfte einen neuen Maßstab für die Sicherheitsbeziehungen zwischen den Golfstaaten und den Vereinigten Staaten setzen.
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