
Foto: YONHAP News Der Oberstaatsanwalt von Seoul, Koo Ja-hyun, wurde zum neuen stellvertretenden Generalstaatsanwalt ernannt, nachdem Noh Man-seok sein Amt aufgrund von Gegenreaktionen wegen der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, gegen das Daejang-dong-Urteil keine Berufung einzulegen, verlassen hatte. Das Justizministerium teilte KBS mit, dass die Versetzung am Samstag in Kraft treten werde, und beschrieb den Schritt als notwendig, um das durch Nohs Abgang entstandene Führungsvakuum schnell zu füllen. Da der Posten des Generalstaatsanwalts weiterhin vakant bleibt, wird Koo vorerst auch als kommissarischer Generalstaatsanwalt fungieren. Koo leitete bereits 2018 die Reform-Task Force des Justizministeriums und fungierte als Sprecher des Ministeriums bei Zusammenstößen zwischen dem damaligen Minister Choo Mi-ae und dem ehemaligen Generalstaatsanwalt Yoon Suk Yeol. Später hatte er Schlüsselpositionen inne, unter anderem als dritter Leiter der Staatsanwaltschaft des Zentralbezirks Seoul und als Leiter der Kriminalabteilung des Justizministeriums, bevor er unter der Yoon-Regierung auf regionale Posten wechselte. Zuletzt leitete Koo eine interne Untersuchung zu Vorwürfen, wonach der ehemalige Vizegouverneur von Gyeonggi, Lee Hwa-Young, von der Staatsanwaltschaft mit „Lachs- und Alkoholpartys“ unter Druck gesetzt worden sei.