
Foto: YONHAP News Nordkorea hat am Freitag ein Projektil in Richtung Ostmeer abgefeuert, bei dem es sich offenbar um eine ballistische Kurzstreckenrakete handelt. Der Joint Chiefs of Staff (JCS) Südkoreas gab am Freitag bekannt, dass er den mutmaßlichen Abschuss vom Kreis Taegwan in der Provinz Nord-Pyongan gegen 12:35 Uhr entdeckt habe. Der JCS sagte, die Rakete sei rund 700 Kilometer weit geflogen. Südkorea und die Vereinigten Staaten analysieren die Einzelheiten des Vorfalls. Der Start erfolgt einen Tag, nachdem Pjöngjang angekündigt hat, dass es „entsprechend“ auf die Sanktionen des US-Finanzministeriums gegen acht Personen und zwei Unternehmen reagieren werde, denen Geldwäsche für Nordkorea vorgeworfen wird. Das JCS sagte, die US-amerikanischen und südkoreanischen Behörden hätten die Startvorbereitungen Nordkoreas im Voraus erkannt und die damit verbundenen Bewegungen überwacht. Die Alliierten spürten das Projektil unmittelbar nach dem Abschuss auf und teilten relevante Informationen mit Japan. Japan wiederum sagte, die Rakete sei 450 Kilometer weit geflogen, nachdem sie ihren Höhepunkt in einer Höhe von 50 Kilometern erreicht hatte. Das südkoreanische Militär sagte, es beabsichtige, die Situation durch eine feste gemeinsame Verteidigungshaltung mit den USA im Auge zu behalten, und betonte, dass es weiterhin in der Lage und bereit sei, auf jede Provokation aus dem Norden zu reagieren. Pjöngjang feuerte zuletzt am 22. Oktober eine ballistische Rakete ab.