Hallo zusammen,
ich wollte schon länger mal das Projekt Gusseisenpfanne angehen und habe jetzt auch eine.

Es handelt sich um eine emaillierte (!) Gusseisenpfanne. Laut Verpackung ist kein Einbrennen erforderlich. Soweit so gut. Angeblich soll die Emaille für antihaft sorgen. Es ist eine raue Emailleschicht.

Die ersten Versuche liefen aber alles andere als gut. Siehe Bilder.

Was mache ich falsch? Ich habe sie langsam hochgeheizt, Sonneblumenöl verwendet und dann Maultaschen mit Kühlschranktemperatur darin angebraten. Von Anfang an pappt alles fest.

Wo liegt der Fehler? Wer hat Tipps? Warum haftet es trotz Emaille? Meine schönen Maultaschen 🙁

Update: Das Zeug ließ sich im kalten Zustand übrigens ganz easy ablösen. Also festgebrannt war es schonmal nicht!

Von ColdBeer_6

7 Kommentare

  1. Du sagst, dass von Anfang an alles festpappt. Heißt das, dass du die Maultaschen reingelegt hast und dann direkt mit einem Kochutensil bewegt? Es ist bei vielen Pfannen wichtig, das Bratgut zunächst nicht zu bewegen, bis sich die Kruste vollständig ausgebildet hat. Dann bleibt sie auch am Rest des Teiges kleben statt an der Pfanne.

  2. Hot_Application_440 on

    Die Pfanne muss richtig heiß sein. Auch das Öl, mit dem du da nicht sparen solltest, muss schön heiß sein und dann sollte das klappen. Wenn du kaltes in die Pfanne wirfst, wird die Temperatur auch kurz gesenkt, dass solltest du beachten.

    Fisch ist eigentlich die einzige Ausnahme, der wird immer anbacken.

  3. Bei mir pickt es nur an wenn die Pfanne nicht heiß genug ist. Vielleicht war sie zu kalt end du hast direkt drinnen herumgerührt?

  4. Emaille ist nicht antihaft, eher das Gegenteil davon. Ich finde sie klebt unheimlich, aber mit heißem Wasser oder beim Ablöschen löst sich meist alles. Genug Öl benutzen und die Pfanne langsam aufheizen, wenn die Temperatur erreicht ist wieder etwas runterschalten, denn das Teil speichert enorm viel Hitze. Wenn du bisher mit Teflon gekocht hat, wirst du wahrscheinlich die Menge an Öl die notwendig ist unterschätzen. Die Pfanne sieht sehr trocken aus, der Boden sollte immer ölfeucht aussehen.

  5. Richtig ist, Emaille brennt man nicht ein. Emailliertes Gusseisen ist allerdings überhaupt nicht antihaft. Emailliertes Gusseisen ist fürs Schmoren gedacht. Also Fleisch anbraten, ablöschen (dabei löst sich das Fleisch und der Bratensatz), mit Wein, Wasser oder Brühe aufgiessen und in der Flüssigkeit langsam garen ist die Kernkompetenz von Emailliertem Eisen. Auch Eintöpfe, (Tomaten-)Sugos und Suppen kann man darin toll machen. Die Emaille ist dafür da das Rosten zu verhindern. Das Gusseisen sorgt für gute und gleichmäßige Wärmeerhaltung, besonders bei geschlossenem Deckel.
    Man kann sowas auch gut zum Brotbacken verwenden.

    Fürs Maultaschen anbraten (stärkehaltig und gleichzeitig weich, sprich klebt leicht fest und reißt auch leicht) einfach nicht ideal. Es geht, aber es erfordert mehr Erfahrung und Geschick. Ähnlich wie bei Edelstahlpfannen usw muss man die richtige Temperatur halten, vorgeheizt hast du ja schreibst du, muss aber auch drauf achten dass es beim Braten nicht zu heiß wird, denn dann klebt es ebenfalls zu stark. Und man braucht Geduld, denn die Maultaschen lösen sich wenn sie eine Kruste gebildet haben besser ab, und wenn es zu heiß war sind sie dann halt schon angebrannt. Da ist ein metallener Fischwender super geeignet zum Ablösen, der ist etwas biegsam und flach und die Emaille verkratzt auch nicht leicht. Aber eben nicht wild und zu früh rumkratzen sondern wenn sich die Kruste gebildet hat mit einem Zug drunter und wenden und davor in Ruhe lassen. Einen Schluck Wasser (oder Brühe, Wein) reingeben vor dem Wenden erleichtert die Sache enorm, dann ists aber evtl nicht mehr so kross.

    Bei emailliertem Gusseisen brauchst du im Übrigen eigentlich selten mehr als mittlere Hitze, besonders bei vorgeheizter Pfanne und Braten wird es sonst schnell zu heiß!

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