
Foto: YONHAP News Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung sagte, Seoul und Washington seien weiterhin uneinig über „alle wichtigen Details“ von Südkoreas 350-Milliarden-Dollar-Investitionsversprechen, was den Fortschritt in den laufenden bilateralen Handelsverhandlungen verzögere. In einem Interview mit Bloomberg News, das am Sonntag veröffentlicht wurde, sagte Lee, dass die beiden Seiten die Lücken in wichtigen Fragen noch schließen müssen, darunter die Größe und Struktur der Investition, ihr Zeitplan und die Art und Weise, wie Verluste aufgeteilt und Dividenden ausgeschüttet werden sollen. Lee räumte ein, dass die Vereinigten Staaten natürlich versuchen werden, ihre eigenen nationalen Interessen zu maximieren, warnte jedoch davor, dass solche Bemühungen ein Ausmaß erreichen sollten, das katastrophale Folgen für Südkorea hätte, und betonte die Notwendigkeit von Ausgewogenheit und Fairness in den Gesprächen. Er fügte hinzu, dass die Diskussionen zwar weiterhin schwierig seien, eine Verzögerung jedoch kein Scheitern bedeute, und betonte, dass beide Nationen angesichts ihres langjährigen Bündnisses zu einem vernünftigen, für beide Seiten akzeptablen Ergebnis gelangen können und müssen. Lees Äußerungen stehen im Gegensatz zu den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One am Freitag, als er während seines Asien-Tourstopps in Malaysia Reportern sagte, dass ein Handelsabkommen mit Südkorea „ziemlich kurz vor dem Abschluss“ stehe.