Ein Bruder eines japanischen Entführers in Nordkorea hat mit einer Gruppe von Schülern der Junior High School aus ganz Japan gesprochen, um das Bewusstsein für die Entführung bei jungen Menschen zu schärfen. Yokota Takuya, ein jüngerer Bruder des Entführers Yokota Megumi, sprach am Freitag eine Versammlung von 67 Studenten in Tokio an. Er leitet eine Gruppe der Familien der Entführten. Die japanische Regierung hat seit 2023 jedes Jahr einen „Junior High School Student Summit“ veranstaltet. Die Veranstaltung soll der jungen Generation eine Gelegenheit schaffen, über das Problem der Entführung nachzudenken, wenn die Opfer und ihre Familien älter werden. Yokota, deren Schwester Megumi in ihrem ersten Jahr der Junior High School entführt wurde, sagte, dass sie, obwohl 47 Jahre vergangen sind, ein 13-jähriges Mädchen in den Erinnerungen ihrer Familie bleibt. Er sagte, er könne sich nicht vorstellen, wie sie jetzt nach 60 Jahren aussieht, und fügte hinzu, dass er glaubt, dass sie immer noch darauf wartet, gerettet zu werden, während sie in Qual lebt. Yokota betonte, dass die Entführungen der japanischen Staatsangehörigen in der Vergangenheit zwar eine ungelöste Menschenrechtsfrage sei, die bis heute anhält. Er forderte das Publikum auf, es als eigenes Thema zu betrachten. Im Februar verstarb der Vater des Entführers Arimoto Keiko im Alter von 96 Jahren, ohne mit seiner Tochter wieder vereint zu werden. Sein Tod lässt Megumis Mutter Sakie im Alter von 89 Jahren als einziger überlebender Elternteil der 12 von der Regierung anerkannten Entführten, für die nicht berücksichtigt bleiben. Yokota betonte, dass die Uhr für seine Familie tickt. Er sagte, während seine Mutter jetzt bei guter Gesundheit ist, könne sie jederzeit krank werden.
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